Kongress “Arbeiten in der digitalen Welt”

Staatssekretärin Zypries: Chancen der Digitalisierung für die Arbeitswelt von morgen ergreifen

Brigitte Zypries - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDie parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), Brigitte Zypries, hat am 28.01.2016 den gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veranstalteten Kongress “Arbeiten in der digitalen Welt” eröffnet. Rund 300 Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt künftig verändern wird und welche Aufgaben sich Politik, Wirtschaft und Sozialpartnern dabei stellen. weiterlesen

Beschränkte Einsicht mit Bedingungen

“Leseraum ermöglicht konstruktivere TTIP-Debatte” – “Viel Spaß beim Lesen!”

BMWi - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftAb 01.02.2016 sollen alle Abgeordneten des Bundestages und Mitglieder des Bundesrates Einblick in die die geheimen Verhandlungsdokumente zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft  TTIP zwischen der EU und den USA erhalten. Bundeswirtschaftsminister Gabriel wird einen eigens dafür eingerichteten Leseraum im BMWi eröffnen.

BM Sigmar Gabriel, SPD - © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDer Minister wertete diese Eröffnung als wichtigen Schritt für mehr Transparenz bei den laufenden TTIP-Verhandlungen: “Nur durch Transparenz und enge Einbindung der nationalen Parlamente kann die erforderliche bessere Akzeptanz und Legitimität für die Verhandlungen der EU-Kommission mit den USA geschaffen werden”, zeigte sich Gabriel überzeugt. Die Bundesregierung habe sich seit Beginn der Verhandlungen dafür eingesetzt, den Verhandlungsprozess transparent zu gestalten, betonte er. weiterlesen

Greenpeace-Studie: Nachhaltigkeit bewegt die Jugend

Junge Generation engagiert sich spontan und organisiert sich im Internet

Greenpeace logo60 Prozent der jungen Generation zwischen 15 und 24 befürworten nachhaltige Werte wie den Schutz der Umwelt, zukunftsorientiertes Wirtschaften und soziale Gerechtigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt das zweite repräsentative „Nachhaltigkeitsbarometer“ der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag von Greenpeace. Die Forscher befragten im Sommer 2014 insgesamt 1511 Personen zu ihrem Nachhaltigkeitsbewusstsein. Gemessen am ersten „Nachhaltigkeitsbarometer“ aus dem Jahr 2012 finden es heute 20 Prozent mehr junge Menschen lohnenswert beispielsweise etwas gegen den Klimawandel und für einen ressourcenschonenden Umgang zu tun. 92 Prozent der Befragten unterstützen ausdrücklich die Energiewende. „Dass eine nachhaltige Gesellschaft notwendig ist, stellen Jugendliche nicht mehr in Frage. Ihnen geht es darum, wie sie umgesetzt werden kann“, sagt Thomas Hohn, Bildungsexperte von Greenpeace. weiterlesen

Welche Industrie wollen wir?

Wolfgang Lemb (Hg.): Nachhaltig produzieren – zukunftsorientiert wachsen

Die ökologischen und sozialen Warnsignale stehen heute weltweit auf Dunkelrot: Der Klimawandel, die Finanzmarktkrise, die zunehmende Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung sowie die massiven Defizite in der öffentlichen Infrastruktur weisen auf gravierende Fehlentwicklungen unseres Wirtschaftssystems hin. Doch wie schaffen wir den Wandel zu einem nachhaltigen Modell des Wirtschaftens? Wie kann der Wechsel vom kohlenstoff- und ressourcenintensiven Pfad hin zu einem klima- und sozialverträglichen qualitativen Wachstum gelingen? Das von IG-Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb herausgegebene Buch ist ein Plädoyer für den ökologischen Umbau der Industrie und für das Konzept der “Guten Arbeit”. Am 13.01.2016 wurde es in Berlin von Klaus Töpfer, Wolfgang Lemb, Petra Pinzler, Ralf Fücks und Matthias Machnig in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung präsentiert. Die IG Metall scheint “grüner”, als man denkt. Das Buch: lesenwert.

Mit Beiträgen von 24 Autoren:

Gerhard Bosch, Reinhard Bütikofer, Klaus Dörre, Reinhold Festge, Ralf Fücks, Patrick Graichen, Veronika Grimm, Harald Hagemann, Reiner Hoffmann, Gustav Horn, Kurt Hübner, Markus Janser, Bernd Lange, Florian Lehmer, Wolfgang Lemb, Matthias Machnig, Joachim Möller, Torsten Müller, Katja Rietzler, Angelika Thomas, Astrid Ziegler und Gregor Zöttl.

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Malmström hält TTIP für sehr transparent

EU-Handels-Kommissarin vor Bundestags-Wirtschaftsausschuss
Bundestag soll über TTIP mitentscheiden

Cecilia Malmström, Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDie für Handelspolitik zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström hält die Verhandlungen über das geplante europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP “für den transparentesten Handelsprozess, den wir je hatten”. Viele Dokumente seien für Regierungen und Abgeordnete einsehbar, erklärte die Kommissarin vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie am Donnerstag. Von TTIP seien Kostenreduzierungen und Senkungen von Zöllen in vielen Bereichen zu erwarten, Standards würden nicht gesenkt. Wenn durch das Abkommen gegenseitige Anpassungen von Standards erfolgen würden, so werde es sich dabei um eine “Anpassung nach oben” handeln, versicherte die Kommissarin. Zu den in Deutschland geäußerten Sorgen einer Privatisierung von Leistungen der Daseinsvorsorge wie zum Beispiel der Trinkwasserversorgung erklärte sie, niemand werde gezwungen, etwas zu privatisieren oder andererseits Dienstleistungen in die öffentliche Hand zurückzunehmen. weiterlesen

Utopie? Nachhaltiges Regierungshandeln

Aus dem Rat für Nachhaltige Entwicklung

Wie das Bundeskanzleramt in einer nachhaltigen Republik genutzt wird

Harald Welzer - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft0Wenn Nachhaltigkeit zum Grundprinzip unserer Gesellschaft geworden ist – wie ist dann das Regierungshandeln organisiert? Und wie funktioniert die nachhaltige Bundesrepublik Deutschland? Dieser Fragestellung widmet sich eine Gruppe von Vor- und Nachdenker/-innen um den Sozialpsychologen Harald Welzer, der als kooptiertes Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung aktiv ist.

Gemeinsam entwerfen sie Zukunftsvorstellungen für „die nachhaltige Republik“ und haben ihre Konzepte im Dezember erstmals vor Publikum vorgestellt. Eine grafische Dokumentation zeichnet die Veranstaltung nach.
Harald Welzer plädiert für eine „reduktive Moderne“, in der Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit durch das Weglassen von aufwändigen Praktiken erreicht werden – und nicht durch zusätzliche Verfahren und einen damit verbundenen erhöhten Aufwand. Dem Architekten Friedrich von Borries schwebt eine Mehrfachnutzung des Kanzleramtes vor, die das Gebäude auch für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich macht und vor ausgefallenen Lösungen nicht Halt macht. weiterlesen

Landwirte warnen: TTIP ist unser “Niedergang”

EXKLUSIV auf Euractiv (mit freundlicher Genehmigung)

von Dario Sarmadi

TTIP-Protest-Schriftzug vor SPD-Parteitag- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftAnti-TTIP-Demo vor SPD-Parteitag Anfang Dezember in Berlin – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft

Kleine und mittlere Bauernbetriebe schlagen in einer neuen Studie Alarm: Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP bedeute für Europa mehr Gentechnik, mehr Hormonfleisch – aber vor allem das Ende einer Landwirtschaft wie wir sie bisher kennen.

Europas Bauern stecken in der Krise: Milchpreise im Keller, EU-Sanktionen gegen Russland, Höfesterben kleinerer Betriebe. Doch der Hammer soll erst noch kommen: das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, kurz TTIP. Sollten – wie von den Unterhändlern auf beiden Seiten des Atlantiks beabsichtigt – Standards in der Agrar- und Ernährungsbranche angeglichen und die derzeit hohen Zölle fallen, würden ganze Sektoren der europäischen Landwirtschaft das Aus drohen. weiterlesen

Merkel: TTIP kann Vorbild sein

Vorteile überwiegen “deutlich” die Nachteile

Merkel-Podcast 2 - Screenshot © bundeskanzlerin.deBundeskanzlerin Angela Merkel äußerte in einem Video-Podcast am 09.01.2016 die Überzeugung, beim geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) überwögen die Vorteile “deutlich” die Nachteile.  TTIP könne gar ein Vorbild für andere Weltregionen sein. “Zu den Tatsachen des Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Staaten gehört, dass eben kein Standard, den es heute in der Europäischen Union gibt, abgesenkt wird”, sagte Merkel. TTIP könne insofern Beispiel für andere Freihandelslabkommen sein, als dann dort “auch soziale und ökologische Standards eine stärkere Rolle spielen”.

“Wenn es um Arbeitsplätze für Europa geht, dann haben wir ja wirklich Nachholbedarf. Deshalb glaube ich, dass dieses Freihandelsabkommen gut ist”, so die Bundeskanzlerin. Um Vertrauen aufzubauen, seien Transparenz und Aufklärung über die Tatsachen wichtig. “Wir haben jetzt in den Verhandlungsprozessen sehr viel mehr Transparenz, als wir das bisher hatten”. weiterlesen

Nachhaltigkeit europäisch

Falkenberg im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung: Deutschland vorbildlich

Nachhaltigkeit sollte auch auf europäischer Ebene ein Entscheidungskriterium sein, das dann aber auf alle Fachbereiche angewendet werden müsse. Diese Forderung erhob Karl Falkenberg*), seit 01.09.2015 Sonderberater für nachhaltige Entwicklung beim Europäischen Zentrum für politische Strategie (EPSC) der EU-Kommission, am 13.01.2016 während der Sitzung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung. Deutschland sei durch seine institutionelle Verankerung von Nachhaltigkeit vorbildlich, so Falkenberg: “Es gibt in Deutschland in dem Bereich vielfältige Möglichkeiten, die man nach Europa mitnehmen kann”. weiterlesen

Grüne wollen effizienten Umgang mit Ressourcen

Verschwendung Einhalt gebieten

Grüne Bundestagsfraktion logoMit zusätzlichen Steuern und Abgaben soll in Deutschland Ressourcenverschwendung nach Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Einhalt geboten werden. Die Grünen fordern unter anderem die Erhebung einer Primärrohstoffsteuer und die Einführung einer “Ressourcenabgabe” für Verpackungen und Produkte. Letztere soll auf den “ökologischen und sozialen (Folge-)Kosten der Gewinnung der enthaltenen Rohstoffe” basieren, heißt es in einem mit “Ressourcenverschwendung stoppen – Nationales Ressourceneffizienzprogramm
zukunftsfähig ausgestalten” überschriebenen Antrag der Fraktion (18/7047). Die Abgabe soll zweckgebunden für Ressourceneffizienzmaßnahmen eingesetzt werden und als “ökologisch orientierter Innovationsanreiz” wirken. weiterlesen