Die Ökonomie der Biodiversität: Der Dasgupta-Bericht

Original: „The Economics of Biodiversity: The Dasgupta Review“

Am 02.02.2021 wurde der Dasgupta Review veröffentlicht, ein globaler Bericht, der einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise empfiehlt, wie wir über Wirtschaft denken und mit ihr umgehen,  um den Verlust der biologischen Vielfalt umzukehren und Wohlstand zu schützen und zu steigern.

Der Dasgupta Review wurde 2019 vom britischen Finanzministerium in Auftrag gegeben und von einem Beratungsgremium aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzen und Unternehmen unter der Leitung von Professor Sir Partha Dasgupta (Frank Ramsey Professor Emeritus, University of Cambridge) erstellt.

Vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf die Natur spricht der Dasgupta-Bericht Empfehlungen für Veränderungen in der Art und Weise aus, wie wirtschaftlicher Erfolg wahrgenommen und gemessen werden sollte, um den Wohlstand und die Natur zu schützen und den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern. Auf der Grundlage eines tiefgreifenden Verständnisses von Ökosystemprozessen und deren Beeinflussung durch wirtschaftliche Aktivitäten wird ein neues Rahmenkonzept vorgelegt, das nicht auf ein entweder oder abzielt, sondern darstellt, wie die Natur in der Wirtschaft und bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden kann. Im Bericht werden auch das IPBES Globale Assessment  und das IPBES Assessment zu Landdegradierung und Wiederherstellung zitiert. Der finale Bericht kann in unterschiedlichen Längen hier heruntergeladen werden und umfasst den vollständigen Bericht, eine Kurzfassung sowie die Zusammenfassung der Kernaussagen. weiterlesen

Klimakrise und ökonomische Theorie

Ein (1.) Vortrag von Irene Schöne vor „Fridays for Future“ und „Scientists for Future“ im Mai 2020

Irene Schöne, „ökologische“ Ökonomin, geht davon aus, dass die Klima- und Umweltkrise menschengemacht und keine natürlichen Erscheinungen sind, sondern Folgen unserer heutigen Wirtschaftsweise. In der Folge sieht sie die 17 SDGs für Wirtschaft und Politik im Rahmen der bisherigen ökonomischen Denkweise bleiben, wodurch unsere Probleme erst verursacht würden: „Ich schlage Ihnen damit vor, andere Wege zu gehen, auch wenn diese heute noch so neuartig erscheinen mögen. Und die sind durchaus machbar.“ weiterlesen

„Every day we hear the worn-out phrases…“

Irene Schöne: Klimakrise und ökonomische Theorie – 2. Vortrag vor „Scientists for Future“ am 22.02.2021

In ihrem zweiten Vortrag (nach:  blog.ethisch-oekologisches-rating.org/klimakrise-und-oekonomische-theorie) begründet Irene Schöne, „dass wir nachhaltig nicht werden wirtschaften können, ohne dass wir die bisherige Wirtschaftstheorie, mit der wir unser Handeln bisher begründen und legitimieren, modernisieren“. Denn die aktuellen Probleme der Menschheit gehen mit dem Verlust an Biodiversität und Umweltzerstörung weit über die Klimakrise hinaus.

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Früherkennung von Finanzblasen

Mathematische Metriken helfen, Instabilitäten von Märkten offenzulegen

Finanzmärkte werden künftig leichter berechenbar: Ein internationales, interdisziplinäres Forscherteam hat mathematische Metriken identifiziert, um die Fragilität von Finanzmärkten zu charakterisieren. Ihre Untersuchung beleuchtet die übergeordnete Architektur von Finanzsystemen und ermöglicht es Analysten, systemische Risiken wie Marktblasen oder drohende Börsencrashs zu erkennen. weiterlesen