Beiträge der Kategorie: Allgemein

Szenarien-Werkstatt Nachhaltiger Konsum 2030 – Ergebnisbericht 1. Projektmodul

 Dialog über die Zukunft: Eine Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), realisiert durch das Institut für prospektive Analysen (IPA)

Ergebnisbericht zum 1. Projektmodul (Kurzfassung)

BMJV - LogoWie lässt sich das Ziel einer nachhaltigen Lebensweise in Deutschland verwirklichen – individuell und als Gesellschaft? Wie kann eine an Nachhaltiger Entwicklung ausgerichtete Verbraucherpolitik den Wandel sinnvoll unterstützen? Und was sind mögliche Rahmenerzählungen dieser tiefgreifenden Transformation, die dem Handeln im Alltag einen größeren Zusammenhang und eine Richtung geben? Im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) führt das Institut für prospektive Analysen (IPA) die Szenarien-Werkstatt „Nachhaltiger Konsum 2030“ durch. Anliegen ist es, mehrere Szenarien bzw. Narrative zu entwickeln, die unterschiedliche, aber in sich gleichermaßen plausible Entwicklungspfade von Konsummustern und Lebensstilen in Deutschland bis zum Jahr 2030 aufzeigen und illustrieren. Das Ziel ist nicht, die Zukunft vorauszusagen, sondern grundlegende Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten in einem größeren Gesamtbild – einer „Landkarte für die Zukunft“ – zusammenzuführen. Zur Orientierung, zum Abwägen und für den Austausch mit anderen.

Im Rahmen eines ersten Projektmoduls wurden Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten befragt, wie sie auf die Herausforderung „Nachhaltiger Konsum“ blicken und welche „Erzählungen“ und Zukunftserwartungen sie damit verbinden. Allen Befragten gemeinsam: sie engagieren sich auf die eine oder andere Weise für die Stärkung nachhaltiger Lebensstile. Die Antworten machen deutlich, wie vielschichtig die Herausforderung „Nachhaltiger Konsum“ ist und welche Hemmnisse einem nachhaltige(re)n Lebensstil entgegenstehen. Ebenso finden sich in ihnen zahlreiche Lösungsansätze und Voraussetzungen für einen Wandel. In der Zusammenschau wird deutlich, dass Nachhaltiger Konsum nicht nur mehr individuelle Achtsamkeit und Verantwortungsübernahme der Konsumenten erfordert, sondern die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen durch die Politik voraussetzt. Auch nachhaltige Technologien und eine deutliche Steigerung der Ressourcenproduktivität werden von einigen als wichtiges Element für die „Machbarkeit“ einer nachhaltigen Lebensweise Nachhaltiger Konsum 2030 – Ergebnisbericht zum 1. Projektmodul (Kurzfassung) 2 gesehen. In den einzelnen Erzählungen über die Zukunft wird deutlich, dass sehr unterschiedliche „Mischungsverhältnisse“ zwischen Wahlmöglichkeiten und Verantwortung der Verbraucher*innen, staatlicher Regulierung und des Beitrags technologischer Lösungen für die Zukunft denkbar sind bzw. angestrebt werden.

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Update TTIP, CETAQ, JEFTA und EPAs

Kurzbriefing über Freihandelsabkommen der EU
– von Martin Häusling, MdEP -

Aktueller Stand TTIP

Zurzeit liegt TTIP auf Eis, da der amerikanische Präsident Trump dieses bisher ablehnt (TPP, das Freihandelsabkommen mit den Pazifikstaaten, kündigte er schon auf). Trotz Handelsstreitigkeiten zwischen Deutschland und den USA haben allerdings sowohl die deutsche Kanzlerin Merkel als auch der US-Handelsminister Ross im Juni bekräftigt, TTIP wieder aufleben lassen zu wollen.

State of EU-Trade - Grafik © martin-haeusling.eu

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Bundesverband Erneuerbare Energie für Abbau umweltschädlicher Subventionen

 

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ist der Initiative Nachhaltige Finanzreform beigetreten. Das Bündnis möchte die Steuer- und Abgabenpolitik zum Umsteuern hin zu einer zukunftsfähigen und gerechten Wirtschaft und Gesellschaft nutzen und den Abbau umweltschädlicher Subventionen in den Mittelpunkt rücken. Der BEE fordert deshalb einen Preis auf Kohlendioxid. Nur so kann ansatzweise ein fairer Wettbewerb zwischen CO2- emittierenden Energieträgern und sauberen Erneuerbaren Energien entstehen. weiterlesen

Meeresatlas

Der Mensch und das Meer

cover-meeresatlas-auflage2Ozeane bedecken mehr als zwei Drittel unseres Planeten. Sie sind reich an Ressourcen, bieten den Menschen Nahrung, Energie und Mineralien. Sie sind wichtige Transportwege und zentral für die Stabilität unseres Klimas und Wetters. Doch die Zukunft dieser einzigartigen Ökosysteme ist durch Überfischung, Verlust der Artenvielfalt und Meeresverschmutzung gefährdet.

Ohne das Meer gäbe es kein Leben auf unserem Planeten. Es regelt weitgehend das Klima, gibt uns Nahrung und liefert Energie. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Verkehrsweg, ein Erholungsraum und ein Quell ästhetischen Vergnügens. Aber das Meer steht unter Stress, denn das alte Prinzip von der „Freiheit der Meere“ hat zu Überfischung, Artenverlust und einer immensen Verschmutzung der Ozeane geführt.

Deshalb muss der Umgang mit dem Meer auf nachhaltige und gerechte Grundlagen gestellt werden. Der Meeresatlas 2017 liefert dazu die Daten, Fakten und Zusammenhänge. Er zeigt in zahlreichen Beiträgen und über 50 Grafiken, in welch schlechtem Zustand sich die Weltmeere befinden, warum das so ist und was man tun muss, um die Situation der Ozeane zu verbessern.

Der Meeresatlas bietet in zahlreichen Infografiken und Textbeiträgen einen aktuellen Einblick in den Zustand und die Gefährdung der Meere, von denen wir leben. Er möchte auch die Bedeutung dieser Ökosysteme aufzeigen und eine breite­re gesellschaftliche und politische Diskussion anregen über die Möglichkeiten zu ihrem Schutz.

->Quellen:

Atlas der Umweltmigration erschienen

Neu ab 18. April 2017: Klimakrise – wichtiger Faktor für Völkerwanderungen

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2015 waren 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Doch was, wenn in den nächsten Jahrzehnten weitere 200 Millionen Menschen hinzukommen, die vor allem aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels ihre Heimat verlassen – wegen steigender Meeresspiegel, anhaltender Dürre, Waldbränden, Mangel an Trinkwasser oder immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen? Der am 18.04.2017 im oekom-Verlag erscheinende Atlas der Umweltmigration bringt die Herausforderung Umweltmigration auf die Agenda, präsentiert erstmals relevante Daten und Fakten und bereitet sie in unzähligen Grafiken und Karten verständlich auf.

Der Atlas der Umweltmigration thematisiert die enorme Herausforderung, vor der die Menschheit im 21. Jahrhundert steht. Zahlreiche detaillierte Karten und aufwendige Grafiken liefern eine Fülle an Informationen, illustrierte und bebilderte Fallstudien aus aller Welt sensibilisieren für die Situation der Menschen vor Ort. Im Stil des beliebten Atlas der Globalisierung von Le Monde diplomatique informiert der Atlas der 1951 gegründeten Internationalen Organisation für Migration (IOM) erstmals über alle Aspekte des komplexen Themas “Umweltflucht”.

Deuba lieb Kind bei Trump?

Correctiv prangert an

Die Deutsche Bank wird wohl von Donald Trumps Präsidentschaft profitieren. Sie war die letzte große Investmentbank, die den windigen Immobilienunternehmer noch finanzierte. Anderen Banken waren Trumps Methoden schon vor Jahren zu heiß geworden. Die Deutsche Bank kann nun auf Milde der US-Behörden hoffen, die immer noch in zahlreichen Fällen gegen die Deutschen ermitteln.

Wie hart wird die US-Regierung zum Beispiel ein Geldwäschesystem untersuchen, mit dessen Hilfe Geld aus Russland geschleust wurde? Unternehmen von Trump stehen nicht nur mit hunderten Millionen Dollar bei der Deutschen Bank in der Kreide, der engste Kreis von Trump unterhält zugleich auch verdächtige Beziehungen zur russischen Regierung. Einige demokratische Abgeordneten fordern daher, dass das Finanzkommittee des US-Kongress die Ermittlungen des Justizministeriums gegen die Deutsche Bank überwacht.

(Ein Hinweis von Correctiv.)

->Quelle und mehr:  http://www.newyorker.com/business/currency/a-big-fine-and-new-questions-on-deutsche-banks-mirror-trades

Revolutioniert Blockchain den Energiesektor?

PwC-Kurzstudie „Blockchain – eine Chance für Energieverbraucher?“

Die Blockchain-Technologie ermöglicht direkte Transaktionen. Im Banksektor längst üblich könnte sie sich auch im Energiebereich durchsetzen. Welche Modelle in Frage kommen und welche Hürden einer breiten Anwendung im Wege stehen, haben PwC-Experten in der Kurzstudie „Blockchain – eine Chance für Energieverbraucher?“ für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter die Lupe genommen.

Der Energiesektor wandelt sich radikal: Energie wird nicht mehr zentral in großen Kraftwerken produziert, sondern dezentral in kleinen Erzeugungseinheiten auf Basis erneuerbarer Energien. Im Mittelpunkt stehen Prosumer, die Strom direkt produzieren und verbrauchen. Sie könnten diesen Strom in Zukunft mittels der Blockchain-Technologie verkaufen, ohne dass ein Stadtwerk oder ein Energieversorger für die Abrechnung notwendig ist. Das ist kein Zukunftsszenario mehr: Im April 2016 wurde erstmals in New York dezentral erzeugte Energie über eine Plattform auf Basis von Blockchain abgerechnet. weiterlesen

Wie christlich investieren die Kirchen?

Ethisch-ökologisch?

Seit Monaten fragt CORRECTIV bei der katholischen und den evangelischen Kirchen nach, wie sie ihr Milliarden-Vermögen anlegen. In Firmen, die den Klimawandel befeuern? Oder investieren die Kirche ihre milliardenschweren Rücklagen in Kohlefirmen oder Ölkonzernen – oder so klimafreundlich, wie Papst Franziskus dies seit Jahren fordert? Doch die Kirchen schweigen. Jetzt verklagt das Recherchekollektiv stellvertretend das mitgliederstarke Erzbistum Köln auf Auskunft.

Deutschlands Kirchen sind reich. Allein die katholische Kirche in Deutschland wird auf hundert Milliarden Euro geschätzt . Im Dunkeln liegt bislang, wie die Kirchen ihre Vermögen investieren. Die meisten katholischen Bistümer, genau wie die evangelischen Landeskirchen, veröffentlichen seit ein paar Jahren Geschäftsberichte, die einige Posten offen legen. So ist nun beispielsweise nachzulesen, dass im Jahr 2014 das Kölner Bistum 627 Millionen Euro an Kirchensteuern eingenommen und rund 2,5 Milliarden Euro am Finanzmarkt investiert hat – rund die Hälfte seines Gesamtvermögens.

Die Kirche ist eine moralische Instanz in der Gesellschaft, ihr Finanzgebaren beeinflusst auch andere Anleger. Der Papst forderte in seiner Umweltenzyklika vom Juni 2015 die Kirche zum Klimaschutz auf, und für den Ausbau der erneuerbaren Energien einzutreten. Umwelt- und Klimaschutz gehören zu den wichtigsten Anliegen von Papst Franziskus. Er rief dazu auf, umweltschädliche Produkte zu boykottieren, um dem Klimawandel entgegenzutreten.  Auch katholische Würdenträger aus aller Welt forderten in einer über Radio Vatikan verbreiteten Erklärung, “dem Zeitalter der fossilen Brennstoffe ein Ende setzen”. Und im Januar 2017 überlegten katholische Organisationen im Rahmen einer Konferenz im Vatikan, wie die Kirche ihr Geld klimafreundlicher anlegen kann. Viele große Unternehmen wie die Allianz oder der Rockefeller-Fonds haben bereits ihre Finanzanlagen aus klimaschädlichen Fonds und Firmen abgezogen.

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Neuer Anlauf zu Suffizienzpolitiken

Wuppertal Spezial erschienen

Nach dem Katalog von 30 Suffizienzpolitiken “Suffizienz als politische Praxis” (Wuppertal Spezial Nr. 49) hat Manfred Linz nun eine Fortsetzung geschrieben, die die Möglichkeiten untersucht, wie diese Politiken mit ihren Anreizen, aber eben auch mit ihren Grenzsetzungen und Verboten in der Wahlbevölkerung annehmbar werden können. “Wie Suffizienzpolitiken gelingen” ist als Wuppertal Spezial Nr. 52 erschienen und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. weiterlesen

Bischöfe drehen pax christi den Hahn ab

Wegen 60.000 Euro

VDD - logoEin bislang anonymes Wirtschaftsberatungsunternehmen hat dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) empfohlen, alle Gelder für die Bundesebene der internationalen pax christi-Bewegung zu streichen. Es handelt sich um jährlich 60.000 Euro, mit denen bislang über den VDD die pax-christi-Arbeit auf Bundesebene gefördert wird. Das ist ein Fünftel des ansonsten aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden bestrittenen Budgets. Das bundesweite VDD-Zuschussvolumen beträgt über 125 Millionen Euro, sodass die bisherige Unterstützung von pax christi weniger als 0,05 Prozent ausmacht

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