Beiträge der Kategorie: Kreislaufwirtschaft

Klimawandel, Ressourcen-Übernutzung und rapider Schwund der Artenvielfalt

“Den ökologischen Wandel gestalten” – BMU mit Integriertem Umweltprogramm 2030: Hendricks will mehr Kompetenzen für Umweltpolitik – auch in anderen Ressorts verankern

berbara-hendricks-in-bpk-nach-vorstellung-des-umweltprogramms-2030-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarifyUmweltministerin Hendricks will ein Öko-Preisschild einführen, fordert den Abbau umweltschädlicher Subventionen und will die Mitspracherechte ihres Ministeriums in der Bundesregierung stärken. In ihrem am 08.09.2016 in Berlin vorgestellten, knapp 130 Seiten starken Integrierten Umweltprogramm 2030 will sie außerdem ein Initiativrecht für andere Geschäftsbereiche einführen, wenn es um “Angelegenheiten von umweltpolitischer Bedeutung” geht. Hendricks beabsichtigt nichts weniger als eine “Konsum- und Ressourcenwende” einzuleiten. Der SRU und die Grünen begrüßten das Umweltprogramm. CDU-Kritik: “Anmaßend!”

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08.08.2016: Earth Overshoot Day

Alarmierend: Fünf Tage früher als 2015

Earth Overshoot Day 2016 - logoAb heute, Montag 08.08.2016, sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde 2016 regenerieren und damit ohne Schaden zur Verfügung stellen kann. Ab dann muss die Menschheit bis Jahresende bei der Natur einen Kredit aufnehmen. Ein Parameter für diesen Kredit ist der „Earth Overshoot Day“ (EOD), jährlich berechnet vom footprintnetwork.

24 Jahre nach der UNCED (United Nations Conference on Environment and Development) 1992 in Rio de Janeiro überschreitet der Ressourcenverbrauch von Jahr zu Jahr schneller die globale Kapazität. Der WWF nennt ihn den “Welterschöpfungstag”. Heute – am 08.08.2015 – ist er erneut eingetreten, fünf Tage früher als 2015. Die restlichen fast fünf Monate dieses Jahres lebt die Menschheit damit “auf Pump”. Jahr für Jahr tritt dieser Welterschöpfungstag früher ein.

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Erde verbraucht

Erdüberlastungstag: 1,6 Erden wären nötig, um derzeitigen Jahresverbrauch zu decken

Earth Overshoot Day 2016Seit Montag, 08. August 2016, sind die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für 2016 verbraucht. Damit hat die Überlastung erneut zugenommen. Im Vorjahr fiel der vom Global Footprint Network berechnete Erdüberlastungstag noch auf den 13. August. Mit einer Aktion in Berlin wollen INKOTA, Germanwatch, BUNDjugend, FairBindung, KATE, PowerShift, Naturschutzjugend (NAJU) und GRÜNE JUGEND – so eine gemeinsame Pressemitteilung – die Bundesregierung auffordern, effektive Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs zu beschließen. weiterlesen

Handlungsbedarf: SDG Index & Dashboards

Ein globaler Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und der Bertelsmann Stiftung

SDSN logoDas globale Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und die Bertelsmann Stiftung, Mitgliedsorganisation von SDSN Germany, haben am 20.07.2016 eine Studie mit dem Titel „SDG Index & Dashboards“ vorgelegt. Die Länderrankings wie auch die Dashboards in Ampelfarben – rot, gelb, grün – zeigen anhand von Kernindikatoren erstmals, in welchem Umfang die im September 2015 von den Staats- und Regierungschefs der Welt beschlossenen 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) in 149 Ländern, reicheren wie ärmeren, derzeit erreicht werden und wo die größten Handlungsbedarfe bestehen. weiterlesen

DUH: EU soll Kreislaufwirtschaft durchsetzen

EU-Kreislaufwirtschaftspaket: Allianz aus Umwelt- und Wirtschaftsverbänden fordert von EU-Chef Juncker Abfallvermeidung und Wiederverwendung

DUH logoDie Deutsche Umwelthilfe und sechs weitere Umwelt- und Wirtschaftsverbände fordern von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Umsetzung der EU-Abfallhierarchie – Abgeordnete des Europaparlaments und die deutsche Umweltministerin Hendricks sollen dem Kreislaufwirtschaftspaket der EU-Kommission in der derzeitigen Version nicht zustimmen – Verbindliche Regelungen zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und zum Ressourcenschutz nötig. weiterlesen

Deutschland auf Weg in Kreislaufwirtschaft?

FES-Publikation zur Kreislaufwirtschaft erschienen

WISO-Diskurs Deutschland auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft TitelDeutschland ist in Bezug auf seine Recycling-Quote Weltmeister, doch von der Kreislaufwirtschaft ist es noch weit entfernt. So das Urteil von Henning Wilts vom Wuppertal Institut, der den aktuellen Stand der Kreislaufwirtschaft in Deutschland für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) analysiert hat. Ihre Weiterentwicklung ist nicht nur aus klima- und umweltpolitischen Gründen gerechtfertigt, sie ist auch aus wirtschaftspolitischer Sicht integraler Bestandteil einer Ressourceneffizienz-Strategie. Die Studie macht konkrete Vorschläge, wie Deutschland dem Ziel geschlossener Kreisläufe näher kommen kann. Wilts schlussfolgert, dass die Kreislaufwirtschaft mehr als eine verbesserte Abfallwirtschaft sei, dafür aber auch neue Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Board holen müsse. Um diese unterschiedlichen Akteuren zusammen zu bringen, brauche es einen klaren regulativen Rahmen, welcher wiederum einen neuen Instrumentenmix und Policymix benötige. weiterlesen