Beiträge der Kategorie: Wirtschaftsethik

Paradigmatische Wende der Wirtschaftswissenschaften

Transformative Wirtschaftswissenschaft im Kontext nachhaltiger Entwicklung

Uwe Schneidewind et al.

“Für einen neuen Vertrag zwischen Wirtschaftswissenschaft und Gesellschaft”

Franz Josef Radermacher vor Hörsaal - Foto © zak.kit.eduVon Beginn an haben die modernen Wirtschaftswissenschaften gesellschaftliche Prozesse nicht nur beobachtet und beschrieben, sondern diese auch selbst katalysiert und beeinflusst. Damit haben sie einer Entwicklung den Weg gebahnt, die neben unbestrittenen Erfolgen zu ökologischen Zerstörungen, sozialen Verwerfungen und immer wiederkehrenden ökonomischen Krisen geführt hat. Mehr denn je braucht es eine transformative Wirtschaftswissenschaft, die insbesondere auch die Bedingungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft analysiert und verbessern hilft.

Über 30 namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fordern in einem gemeinsamen Aufruf eine paradigmatische Wende der Wirtschaftswissenschaften. Da es neben unbestrittenen Erfolgen auch gravierende ökologische Zerstörungen, soziale Verwerfungen und ökonomische Krisen gibt, brauche es mehr denn je eine Wirtschaftswissenschaft, die insbesondere die Bedingungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft analysiert und hilft, diese zu verbessern. Mit dem Aufruf „Transformative Wirtschaftswissenschaft im Kontext nachhaltiger Entwicklung“ wollen die Unterzeichnenden eine Diskussion über einen neuen „Vertrag“ zwischen Wirtschaftswissenschaft und Gesellschaft anstoßen. Der Aufruf ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ veröffentlicht und steht auf www.oekologisches-wirtschaften.de zum Download bereit. weiterlesen

10 Jahre World’s Most Ethical Companies®

World Most Ethical Companies logoEthisphere bewertet unternehmerische Integrität und hebt „weltweit am meisten an ethischem Handeln orientierte Unternehmen” für Leistungen hervor – Preisträger setzen Maßstäbe für unternehmerisches Handeln und repräsentieren neuen Standard für nachhaltige Unternehmen und langfristigen Erfolg

 Das Ethisphere Institute, eines der bei Festlegung und Weiterentwicklung der Standards für ethische Geschäftspraktiken international führenden Institute, hat die 131 Unternehmen aus 21 Ländern bekannt gegeben, die in der Liste der 2016 World’s Most Ethical Companies® („weltweit am meisten an ethischem Handeln orientierte Unternehmen”) aufgezählt werden. Damit wird diese Bezeichnung zum zehnten Mal vergeben. weiterlesen

Auftragsvergabe künftig ökologisch und sozial – “Bundesregierung verpasst Chance”

Neues Gesetz regelt Vergabekriterien öffentlicher Stellen – Kritik

Künftig sollen sich Entscheidungen über Einkäufe und Aufträge der öffentlichen Hand auch am Umweltschutz und an sozialen Standards ausrichten. Das steht in einem Gesetzentwurf, der eine EU-Richtlinie umsetzt; diese – mit dem Kürzel 2014/23 – 25/EU – erklärt die Einhaltung umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlicher Standards zum allgemein gültigen Grundsatz der Auftragsvergabe. Als Produkteigenschaften sollen auch nicht-stoffliche Merkmale und der Produktionsprozess selbst gelten. Das Gesetz (VergRModG – Bundestagsdrucksache 18/6281) ging am 14.08.2015 an den Bundesrat (dieser hat 17 Änderungsvorschläge gemacht), soll im Dezember vom Bundestag beschlossen werden und am 18.04.2016 in Kraft treten. Eine Anhörung im Wirtschaftsausschuss verlief aufgrund der Einladungspraxis einseitig. Stellungnahme von WEED: “Bundesregierung verpasst Chance”. weiterlesen

Klima-Flüchtlingselend: Wir haben jahrzehntelang weggeschaut

Als hätten wir es nicht gewusst
Blutzoll der fossilen Energieträger
Jede Sekunde flieht ein Mensch vor Klimafolgen

– von Gerhard Hofmann –

Nachdem die Fotografin Nilüfer Demir am 2. September 2015 die Leiche des dreijährigen Aylan Kurdi am Strand von Bodrum entdeckt hatte, sagte sie später, „gefror mir das Blut in den Adern. Das Einzige, was ich tun konnte, war, seinem Schrei – dem Schrei seines am Boden liegenden Körpers – Gehör zu verschaffen. Ich dachte, das könnte ich nur schaffen, indem ich den Abzug betätigte.” Jedes Weltereignis produziert Symbolfotos, wie etwa der Anschlag auf das World Trade Center oder der Vietnamkrieg: Der vietnamesisch-amerikanische Fotograf Nick Ut bekam den Pulitzer-Preis und den World Press Award für sein Foto „The Terror of War“ der neunjährigen Phan Kim Phuc, die 1972 schwer verbrannt, nackt und schreiend vor einem US-Napalm-Angriff floh – das Bild trug mehr zum Ende des Krieges bei als manche Politiker-Rede.

Das Foto des kleinen Aylan machte die Flüchtlingskrise auf brutale Weise sichtbar – und das Versagen Europas. Aylans Schicksal erinnerte daran, dass Millionen von Kindern auf der Flucht sind: Laut UNICEF ist von 60 Millionen Flüchtlingen weltweit jeder zweite unter 18 – auch von den vier Millionen syrischen Flüchtlingen. Viele wollen nach Europa – wir aber verschanzen uns hinter meterhohem Stacheldraht, damit das Elend der Welt draußen vor bleibt. Wenige reiche Länder schließen die Augen davor, dass die Menschen vor Krieg und Elend fliehen. Und dann sortieren wir zynischerweise noch zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen. Dabei müsste es für uns doch völlig gleichgültig sein, ob ein Mensch vor dem Tod durch Verhungern oder eine Fassbombe flieht.

Wir wussten es seit Jahrzehnten – seitdem 1970 die sogenannte Weltgemeinschaft beschloss, die Entwicklungshilfe sollte 0,7 Prozent vom Bruttosozialprodukt eines Landes betragen – Deutschland lag 2014 mit schäbigen 0,41 auf Platz 12 in der EU. Wir wussten es spätestens seit dem 19. Mai 1990.

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“Industrie 4.0″ – viele Prognosen, viel Spielraum

Aktuelle Böckler-Expertise gibt Überblick

Neue Technologien werden die industrielle Produktion grundlegend verändern. Welche Rolle spielen dabei die Arbeitnehmer? Wo liegen Chancen und Risiken? Ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt an der Technischen Universität Dortmund untersucht die aktuellen Prognosen zur “Industrie 4.0“.*) Die Analyse zeigt: Die Bandbreite der Erwartungen ist noch sehr breit, der Wandel damit keineswegs vorgegeben, sondern gestaltbar. Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt beschäftigt sich auch die von der Hans-Böckler-Stiftung initiierte Kommission “Arbeit der Zukunft”. Die 34 Expertinnen und Experten beschreiben verschiedene Aspekte der Digitalisierung (z.B. “Plattformisierung”, “mobiles Arbeiten”, Wandel von Berufsbildern) und erarbeiten Handlungsoptionen für Politik, Gewerkschaften und Unternehmen. **)

Von der Dampfmaschine zur Industrie 4.0: Die industrielle Produktion hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten radikal gewandelt. Der Grad der Komplexität ist gestiegen – mit neuen Herausforderungen für die Beschäftigten.

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Divestment – Warnung vor fossilen Investments

Es “kracht zweifellos auch in Deutschland” ( auf green.wiwo.de)

Sony Kapoor hatte Glück: der heute 41jährige stieg 2004 als Investment-Banker bei Lehman-Brothers aus – drei Jahre vor dem großen Crash, der die Weltfinanzkrise auslöste. Heute ist der Leiter des Think-Tanks “Re-Define“ international bekannter Kritiker des Finanzsystems. Green-Wiwo hat Kapoor zum Interview getroffen und mit ihm über gefährliche Investments und passive Anleger gesprochen.

Heute berät Kapoor Regierungen, Zentralbanken, die Europäische Union oder Großinvestoren. Er glaubt zwar nicht, dass die Zwei-Grad-Grenze mit den jetzigen politischen Maßnahmen einzuhalten ist, “aber die Staaten verpflichten sich nach und nach und definitiv, ihre CO2-Emissionen zu verringern. Allein dadurch werden Öl- und Kohlekonzerne Verluste erleiden. Derzeit kann aber niemand genau sagen, wie streng die Klimaschutzgesetze tatsächlich werden. Das Risiko ist aber real. Das können Investoren nicht mehr lange ignorieren.” weiterlesen

Gemeingüter schützen!

Gerhard Scherhorn: Wachstum oder Nachhaltigkeit

Scherhorn-Wachstum-oder-Nachhaltigkeit-TitelDas zentrale Menschheitsproblem neben dem Klimawandel und der Armut ist der Substanzverzehr, der Verbrauch der Gemeingüter, seine Ursachen die Fixierung auf Wirtschaftswachstum und kurzfristiges Denken. Die großen Krisen der Gegenwart, wie Lehman Brothers, Massenflucht, Klimakatatsophe sind Bankrotterklärungen der Kurzfristigkeit. Die Lösung liegt im Ende der Wachstumspolitik, in einer Politik der Nachhaltigen Entwicklung. Diese lässt die nachhaltige Produktion in den Grenzen des Substanzerhalts wachsen und die nicht nachhaltige schrumpfen. Sie wird erst gelingen, wenn langfristiges Denken das kurzfristige abgelöst hat, wenn nicht immer noch mehr Wachstum, sondern Nachhaltigkeit das Ziel der Wirtschaftspolitik ist. Das erfordert eine neue Verantwortlichkeit für die Gemeingüter. Und es ist durchsetzbar, wenn die im Grundgesetz festgelegte Sozialbindung des Eigentums auf das Kapitaleigentum ausgedehnt wird.

gerhard scherhorn - Foto © altius verlag Der Sozialökonom und Konsumtheoretiker Gerhard Scherhorn, emeritierter Professor an der Universität Hohenheim, “besticht in seinem vom Altius Verlag herausgebenen Band ‘Wachstum oder Nachhaltigkeit’ mit messerscharfen Analysen vom sozialen Wesen Mensch und seinen (wirklichen) Bedürfnissen, vom Wachstumsparadigma, das von Politik, Wirtschaft und schließlich auch vom Konsumenten gepredigt und durchgesetzt wird und von der Ausbeutung (oder Kultivierung) der Gemeingüter. Hervorzuheben sind die zahlreichen Problemanalysen, die Scherhorn dann zu fs-entwurf54Lösungsansätzen führt”. (Stephan Bohle auf futurestrategy.de/wachstum-oder-nachhaltigkeit)

 

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TTIP: USA versuchen Europäer zu spalten

Exklusiv-Recherche von Recherchebüro Correctiv (www.correctiv.org) und Tagesspiegel

Die EU-Kommission befürchtet, dass die Amerikaner versuchen werden, die Vielstimmigkeit Europas auszunutzen und Uneinigkeit unter den Europäern zu säen, um ihre Verhandlungsposition zu schwächen. Das geht aus vertraulichen Dokumenten über die TTIP-Verhandlungen vor, die das Recherchebüro Correctiv veröffentlicht hat. Man dürfe „sich nicht auseinander dividieren lassen“, mahnte die Kommission in interner Runde, wie es in einem Bericht über ein Treffen der Vertreter der EU-Regierungen mit der Kommission am 11. Juli 2014 heißt.

->Quelle und ganzen Artikel lesen: m.tagesspiegel.de

Gabriel will Dokumente

Die Bundesregierung fordert die EU-Kommission auf, ihre neue Geheimhaltung beim Freihandelsabkommen TTIP rückgängig zu machen. In einem Brief an EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström nennt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die jüngste Entscheidung der Kommission „einen sehr bedauerlichen Rückschritt“ in den „gemeinsamen Bemühungen um größtmögliche Transparenz“. So steht es in einem Brief, der CORRECT!V exklusiv vorliegt. Gabriel bittet die EU-Kommissarin in dem Schreiben darum, Berichte über die TTIP-Verhandlungen weiterhin schriftlich an die Regierungen zu senden und den Abgeordneten auch Zugang zu den Vertragsentwürfen zu geben. (Es war bekannt geworden, dass Malmström ihre Behörde angewiesen hatte, keine Protokolle über die EU-Verhandlungen mehr an die Mitgliedstaaten zu versenden.)

->Quellen:

Naomi Kleins Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima

Die Kohle muss im Boden bleiben. Eine Rezension von Uwe Dörwald, schwarz-auf-weiss.org

Am 07.08.2015 veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters unter dem Titel „The reality of global warming: We’re all frogs in a pot of slowly boiling water“ einen Beitrag zum Thema Klimawandel . Darin finden sich Fakten wie zum Beispiel die bis jetzt messbare Erwärmung, der langfristige Trend der Temperaturentwicklung an Land und über dem Wasser sowie eine Statistik über die wärmsten Jahre seit 1880. Roz Pidcock stellte in seinem Beitrag fest „it’s clear that as temperature rises, so do the risks“ und er kommt zu dem Schluss: „The science is solid enough that whatever we choose, we can’t tell future generations that we didn’t know the risks (of global warming).“

In der gleichen Woche, in der Reuters seinen Artikel publizierte, war der Autor dieser Kritik am Rhône-Gletscher und hat sich mit eigenen Augen angeschaut, was der Klimawandel bedeutet.


Schwund der Zunge des Rhonegletschers: Die Gletscherstirn, die um 1900 noch den Talboden hinter der Ortschaft Gletsch erreichte, schmolz bis 2008 so weit ab, dass man von diesem Standort aus kaum mehr Eis erkennen konnte. – Swisseduc.ch/glaciers online lässt auf seiner Seite die beiden Fotos zur Deckung kommen.

Irreversible Kippschalter

Sieht man das Schmelzen des Gletschers und auch vieler anderer Gletscher, bleibt man einigermaßen traurig, aber auch ein wenig zornig zurück: Traurig über den Verlust eines erhabenen Teils der Natur, zornig über den Schlaf der politischen Entscheidungsträger, die viel zu wenig gegen den Klimawandel tun. Die Auswirkungen des Klimawandels sind sichtbar und signifikant. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ist die fundierte wissenschaftliche Erkenntnis, dass es im Klima- wie im Ökosystem Kipp-Punkte gibt, hinter die man nicht mehr zurück kann, wenn sie einmal überschritten sind1.
Das macht die Differenz zu anderen Krisen aus. Ein Weg zurück ist ab einem bestimmten Punkt nicht mehr möglich. weiterlesen

Post 2015-Agenda der UN verabschiedet

Staatengemeinschaft setzt sich neue Ziele bei Armut und Umweltschutz – Hendricks: “Historische Entscheidung!”

Eine Mitteilung aus dem BUMB: Die Weltgemeinschaft hat sich mit der Post 2015-Agenda erstmals eine umfassende Agenda für Nachhaltige Entwicklung gesetzt. Sie wurde am am 02.08.2015 nach einer zwölftägigen Verhandlungsphase per Akklamation von allen UN-Mitgliedsstaaten angenommen. Der erfolgreiche Ausgang der Verhandlungen bildet die Grundlage für den UNO-Nachhaltigkeitsgipfel aller Staats- und Regierungschefs in diesem September, bei dem die Agenda abschließend verabschiedet wird. Die Entscheidung verschafft auch der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember eine gute Ausgangslage.

Barbara Hendricks bei Amtsübernahme - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftBundesumweltministerin Barbara Hendricks: “Die Entscheidung über die Nachhaltigkeitsagenda der UN ist historisch. Erstmals verbindet die Weltgemeinschaft systematisch die Bekämpfung von Armut mit der Bewahrung unseres Planeten. Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen zur 2030-Agenda bringt erfreulichen Rückenwind für den globalen Umweltschutz, und kann weltweit für bessere Sozialstandards und für ein wesentlich umweltverträglicheres Wirtschaften sorgen. Die im Verhandlungsergebnis enthaltenen Nachhaltigkeitsziele werden die dringend erforderlichen Transformation zu einer nachhaltigen, klima- und umweltverträglichen Entwicklung kräftig voranbringen.”

Die Agenda mit dem Titel “Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development” liefert erstmals einen weltweit gültigen Umsetzungsplan. Darin einigten sich alle Mitglieder der Vereinten Nationen auf 17 konkrete Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, zur Armutsbekämpfung, zu sozialen Fragen und zum Umweltschutz. Diese erarbeiteten mehrere Gremien der UNO innerhalb der vergangenen drei Jahre, allen voran die offenen Arbeitsgruppen zu den so genannten Sustainable Development Goals (SDG), die die Kernelemente der Agenda bilden. Sie ersetzen die bisherigen Millennium-Entwicklungsziele und sollen bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden.

Natur setzt sich durch - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft - 20110409Die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung, die im September 2015 beim UNO?Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs verabschiedet werden soll, wird die internationale Zusammenarbeit in zentralen Politikbereichen in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen. Mit den überwiegend auf 2030 ausgestellten Zielen soll die überfällige Transformation der Volkswirtschaften in Richtung einer deutlich nachhaltigeren Entwicklung weltweit kräftig vorangetrieben werden. Klimawandel, Verlust von Biodiversität, Armut, Hunger und ein mit einem hohen Ressourcenverbrauch verbundenes Wirtschaften zeigen, dass weltweit umgesteuert werden muss.
Die 2030-Agenda soll die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig gestalten und so auch für kommende Generationen die Chance auf ein erfülltes Leben sichern. In einem mehr als dreijährigen internationalen Vorbereitungsprozess wurde eine global ausgerichtete und auf alle Länder universell anwendbare Agenda mit anspruchsvollen Nachhaltigkeitszielen erarbeitet. Das Bundesumweltministerium und das Bundesentwicklungsministerium haben sich darin gemeinsam mit der gesamten Bundesregierung für eine ambitionierte 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung eingesetzt, die den staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit global und national vorantreibt.

Deutschland hatte in den Verhandlungen besonders den Zielkatalog, den Überprüfungsmechanismus und die Präambel proaktiv gestaltet. Staatsekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, die an den Verhandlungen teilnahm: “Die Staatengemeinschaft hat ein klares Signal zur Unterstützung für die neue Nachhaltigkeitsagenda gesetzt. Jetzt geht es darum, sie umzusetzen und mit Leben zu füllen.”

->Quellen und mehr: