UN-Wissenschaftsbeirat identifiziert acht Herausforderungen für nachhaltige Entwicklung

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Die Rolle der Wissenschaft bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda und des Klimaabkommens von Paris standen im Zentrum der Debatten des wissenschaftlichen Beirats von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf einer Tagung am 14. und 15. Dezember 2015 in Sankt Petersburg. 26 führenden Wissenschaftler aus aller Welt legten die acht wichtigsten globalen Herausforderungen aus Sicht der Wissenschaft fest: die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane, wirksame Schutzsysteme für die biologische Vielfalt, der Schutz gegen Infektionserreger; belastbare Vorhersagen von Wetterextremen, der Abschied von fossilen Treibstoffen, die Trinkwasserversorgung, Strategien zum Bevölkerungswachstum und mehr Gerechtigkeit bei der Ressourcennutzung sowie eine öffentliche Mindestförderung der Grundlagenforschung. Der Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) rief dazu auf, „Big Data“ effektiver für die Lösung globaler Herausforderungen zu nutzen.

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SPD-Bundesparteitag zu TTIP – weichgespülter Kompromiss

BUND-Kommentar zum Beschluss des SPD-Bundesparteitages zu TTIP und anderen Handelsabkommen

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftHubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sieht in dem heute gefassten Beschluss des SPD-Bundesparteitages zu TTIP und anderen Handelsabkommen einen weichgespülten Kompromiss. Zwar bestätige der beschlossene Antrag den Konventsbeschluss zu TTIP vom September 2014 weiter als Maßstab, jedoch folgten im Text etliche schwammige Formulierungen, und Investitionsschutzvorschriften würden nicht mehr wie im Vorjahr als unnötig abgelehnt.

„Die SPD hat ihre roten Linien bei TTIP mehr schlecht als recht verteidigt. Die SPD sagt, dass sie ihre roten Linien bei TTIP weiter als maßgeblich sieht, während sie sie gleichzeitig verwischt. Eine echte Garantie für Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards sieht anders aus. Gerade mit Blick auf die Bundestageswahlen 2017 sollte die SPD es endlich wagen, sich bei TTIP und CETA klar zu positionieren und beide Handelsabkommen zugunsten eines ökologisch und sozial verträglichen, gerechten Welthandels ablehnen“, sagte Weiger.

->Quelle: http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen

Anti-CETA- und TTIP-Proteste in Berlin und BW

Campact und Greenpeace gemeinsam

TTIP-Protest-Schriftzug vor SPD-Parteitag- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftWas ist eigentlich sozialdemokratisch? TTIP und CETA offenbar nicht. Die transatlantischen Handelsabkommen sind in der SPD heftig umstritten: 70 Prozent der SPD-Mitglieder lehnen TTIP in seiner gegenwärtigen Form ab, das ergab eine Forsa-Umfrage im Juli dieses Jahres. Im Gegensatz zu ihrem Parteichef Sigmar Gabriel. Gegen dessen Politik protestierten am 11.12.2015 Campact und Greenpeace-Aktivisten vor und beim SPD-Parteitag in Berlin.

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Campact-Experten-Check: Was der Handelsgerichtshof in TTIP wirklich bedeutet

von Anna-Lena von Hodenberg

blog_campact_logo_340x105Keine privaten Schiedsgerichte mehr, dafür einen sogenannten „Handelsgerichtshof“ im Handelsabkommen TTIP – das verspricht Sigmar Gabriel in seinem Leitantrag beim SPD-Parteitag in Berlin, der heute beginnt. Doch Vorsicht: dieses Pseudo-Gericht bleibt eine Paralleljustiz. Gemeinsam mit drei Experten hat Campact sich dieses angebliche „Gericht“ einmal genauer angeschaut. In einem Video zeigt das Kampagnen-Netzwerk “die harten Fakten, die Gabriel verschweigt”.

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