Beiträge der Kategorie: Investment

Ethisch-ökologische Investments auf dem Vormarsch

Institutionelle verpflichten sich dem Klimawandel

Evi Vogl, Deutschlandchefin von Europas größtem Asset Manager Amundi ( 45,8 Mrd. € verwaltetes Vermögen), bricht in einem Gastbeitrag für die Börsenzeitung eine Lanze für klimaschonende, nachhaltige Investitionen. Sie seien eine Aufgabe für Staaten, Unternehmen und Gesellschaft; dazu seien Veränderungen in den Risikomanagements notwendig.

Dreierlei Risiken zählt Vogl auf:

  1. Haftungsrisiken, direkte Opfer des Klimawandels könnten umweltverschmutzende Unternehmen verklagen. Dadurch seien Reputation und Finanzen gefährdet.
  2. Physische Risiken aus Schäden, die durch Fluten, Stürme und andere Umweltschäden entstünden.
  3. Übergangsrisiken, wenn heute noch als wertvoll geltende Rohstoffe wie etwa Öl durch technologische oder regulatorische Änderungen stark an Wert verlören.

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Blackrock: Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft

Lesehinweis: Blackrock – ein edler Text täuscht

Er verwaltet die Ersparnisse von Millionen Anlegern, ist Europas größter Aktionär – und seine langen Arme reichen bis in Regierungen, ist aber püraktisch unbekannt. und schreiben im Berliner Tagesspiegel, wie der Finanzkonzern Blackrock zum mächtigsten Unternehmen der Welt wurde.

Eine Firma, der die ganze Welt gehört?

Eine Firma, der die ganze Welt gehört? Illustration © Investigate Europe

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EU-Kommission will Finanzmärkte für besseren Klimaschutz und nachhaltiges Wachstum nutzen

Bundesregierung muss Fahrplan zur systematischen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzmarkt vorlegen

Germanwatch begrüßt den Aktionsplan der EU-Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen als wichtigen ersten Schritt, sieht diesen aber zu stark auf die grüne Nische fokussiert. Der Aktionsplan wurde am 22.03.2018 im Rahmen einer Konferenz zum Thema „Financing sustainable growth“ in Brüssel vorgestellt. Nach Ansicht von Germanwatch ist ein solcher Plan mit Blick auf die enormen gesellschaftlichen und umweltbezogenen Herausforderungen längst überfällig. weiterlesen

25 Jahre im Dienst der Nachhaltigkeit

Jubiläumstagung der Forschungsgruppe Ethisch-ökologisches Rating (FG EÖR) an der Frankfurter Universität in der Evangelischen Akademie Bad Boll

Susanne Bergius protokolliert - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftUnter dem Titel “Mehr Nachhaltigkeit! 25 Jahre FGEÖR” kamen etwa 50 Mitglieder, Unterstützer und Referenten am 3. und 4. November 2017 an den Rand der Schwäbischen Alb. Fazit: Nachhaltigkeitsratings sind ein wichtiger Zwischenschritt. Angesichts der SDGs müssen Politik, Agenturen, Finanzwelt und Forschung die Gangart erhöhen. – Ein Resümee von Susanne Bergius, 06.11.2017.

Die Impulskraft von Nachhaltigkeitsratings und nachhaltigen Investments sowie die Orientierung von Unternehmen und Finanzwelt an den Sustainable Development Goals (SDGs) könnten verstärkt werden durch

  • ein nachhaltigkeitsorientiertes Wettbewerbsrecht,
  • aktivere institutionelle Investoren,
  • eine höhere Gemeinwohlorientierung der Ratingkonzepte,
  • die Einbindung von Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit sowie
  • eine intensivere Forschung zu Externalisierung respektive Internalisierung öko-sozialer Kosten.

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oekom research und Institutional Shareholder Services (ISS) geben Zusammenschluss bekannt

Umfassende ESG-Expertise von oekom research und Servicepalette von ISS ermöglichen ganzheitlichen Ansatz für nachhaltige Geldanlage oekom research Management-Team und Mitarbeiter bleiben 

ISS - oekom research - LogosMünchen & Rockville/USA, 15. März 2018 – oekom research, eine der führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, wird heute Teil von Institutional Shareholder Services Inc., dem weltweit größten Anbieter von Corporate Governance und Responsible Investment-Lösungen. Um der Stärke und dem hohen Ansehen beider Marken Rechnung zu tragen, wird der so entstehende neue Geschäftsbereich ISS-oekom benannt. Dieser ergänzt die bisherige Arbeit von ISS mit hochqualitativen Dienstleistungen für die nachhaltige Geldanlage. Die Geschäftstätigkeiten von ISS-oekom werden weiterhin von Robert Haßler, einem der Gründer und langjährigen CEO von oekom research geleitet. weiterlesen

green finance in Europa vorantreiben

08.03.2018

Erfolgreiche hochkarätige Konferenz von DIW Berlin, EU-Kommission und H4SF zu Green Finance

Zwischenbericht der High-Level Expert Group on Sustainable Finance - TitelIst Europa zwei Jahre nach der Pariser Klimakonferenz und Inkrafttreten der Sustainable Development Goals bereit, das Thema nachhaltige Finanzierung voranzutreiben und die Finanzflüsse im Dienste unserer Umwelt und einer nachhaltigen Entwicklung zu stellen? Dieser Frage wurde am 22. Februar 2018 im Rahmen einer “hochkarätigen Konferenz” (DIW-Medienmitteilung)  in Berlin nachgegangen. Veranstaltet wurde diese von der Europäischen Kommission, dem DIW Berlin und dem Hub for Sustainable Finance Germany (H4SF). Versammelt haben sich in der Repräsentanz der Europäischen Union Akteure aus Politik, Wissenschaft, Regulierungsbehörden und dem Finanzsektor und besprochen, wo Europa in Bezug auf green finance gerade steht und wo die Reise hingeht.

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COP23 wirkt indirekt

Emissionsarmes Investment auf dem Vormarsch

“Großanleger sind klimastrategisch meist schwach aufgestellt. Der Bonner Gipfel ignorierte das. Aber Initiativen rufen dazu auf, mehr in emissionsarme Branchen und Geschäftsfelder zu investieren”, schreibt Susanne Bergius in Handelsblatt Nachhaltige Investments. Die Klimaschutzanstrengungen müssten verstärkt werden. So hätten institutionelle Investoren die 23. Runde der UN-Klimaschutzverhandlungen (COP 23) in der zweiten Novemberhälfte in Bonn kommentiert.

Manche Vermögensverwalter hätten die Gelegenheit genutzt, um konkrete Forderungen zu stellen und ihre Expertise in Sachen klimaverträglicher Investments zu positionieren. Andere hätten Klimainvestments an oder Tests neuer Umweltkennziffern gekündigt oder luden Abendessen mit Gleichgesinnten eingeladen. Mindestens zwei zu diesem Anlass veröffentlichte Studien hätten ergeben, dass Investoren mehr in den Klimaschutz investieren wollen. Das sei auch dringend nötig so Susanne Bergius, – “um eines der zentralen Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen zu realisieren: die Kapitalflüsse so auszurichten, dass sie eine zumindest „2-Grad-kompatible“, besser noch eine 1,5-Grad-kompatible Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen. Will heißen: Finanzakteure nehmen eine Schlüsselrolle ein, um die Erderwärmung auf möglichst unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.” – Weiter auf: handelsblatt.com/hb-business-briefing-investments – Inhalt:

  • Die Weltklimakonferenz wirkt indirekt
  • Vermögensverwalter positionieren sich
  • Gütesiegel – nicht nur für Investmentfonds
  • Interview Fiona Reynolds: „Es muss Einiges passieren“

->Quelle: handelsblatt.com/hb-business-briefing-investment

Nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland vorantreiben

Zehn Thesen des H4SF

H4SF - logoDer Steuerungskreis des Hub for Sustainable Finance (H4SF) hat in Berlin zehn Thesen für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft vorgestellt. Die Empfehlungen richten sich an die Finanzmarktakteure – und an die Politik.

Grundlage für das Papier sind der Interimsbericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission , die PRI Roadmap für Deutschland , das living document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung , das der Rat seit März fortschreibt, die Zielsetzung der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse  und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Finanzstabilitätsrates.

Als erste öffentliche Veranstaltung findet am 23. Oktober in Frankfurt ein „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ des Hub for Sustainable Finance im Hause der DVFA, Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, statt (Tagesordnung). Hier werden die zentralen Thesen (hier auch auf Englisch) des Hub for Sustainable Finance für eine nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland diskutiert.

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18. Forum Neue Energiewelt 2017

Leitkonferenz für die innovative Energiewirtschaft am 16. und 17. Nov 2017

Forum Neue Energiewelt - logoDeutschland hat sich große Ziele gesetzt: Sektorkopplung, Netzumbau, Ausbau der Erneuerbaren, Digitalisierung für die Energiewirtschaft. Rund 700 Teilnehmer diskutieren mit Experten, Insidern, CEO’s und Start-Ups über die brennenden Fragen der neuen Energiewelt. Hier netzwerken die Unternehmer aus den Bereichen Projektentwicklung, Finanzierung, Technik, Energieversorgung, Herstellung und tauschen sich über die neuesten Trends und Geschäftsmodelle aus. Wie können wir die neue Energiewelt mit Leben füllen? Was bedeuten Netzumbau, Blockchain und Digitalisierung für die Energiewirtschaft? Diese und weitere Fragen sollen gemeinsam beim Forum geklärt werden.

Die Energiewirtschaft hat jetzt eine realistische Chance, die Neue Energiewelt mitzugestalten. Die innovativsten Köpfe der Branche zeigen auf dem Forum, wo der Weg hin gehen kann. Blockchain, Sektorkopplung, Dezentralisierung, Smart Service Provider, Kostendruck, Qualität von Bestandsanlagen, Netzumbau, sind nur einige Schlagworte, die im Rahmen der Konferenz diskutiert werden.

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EZB soll unethische Geschäfte ausschließen

Petition bim EU-Parlament eingereicht

EZB logoIn den Zulassungskriterien für Wertpapiere und notenbankfähigen Sicherheiten für geldpolitische Geschäfte mit der EZB sind keine Beschränkungen ethischer Art explizit aufgeführt. Die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „Menschenrechte“ kommen in der entsprechenden Leitlinie rein gar nicht vor. Dies wurde zum Anlass genommen die von der EZB für Mindestreservezwecke akzeptierten Wertpapiere erstmals hinsichtlich ethischer Kontroversen zu untersuchen.

EU-Parlament Petitionen - logoDie Ergebnisse zeigen eine inakzeptable Regulierungslücke, da die Wertpapiere mit zahlreichen ethischen Kontroversen in Verbindung stehen können, welche der EU-Grundrechtscharta als Mindeststandard nicht gerecht werden. Der Autor der Studie Harald Bolsinger entschied sich, eine öffentliche Petition beim Europäischen Parlament einzureichen.

Die Petition steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Petitionsausschusses, die am

11.10.2017 in Brüssel stattfinden wird – die Petition steht für 16:35 Uhr auf der Tagesordnung. Die Aussprache kann unter http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/homeCom.do?language=DE&body=PETI  live verfolgt werden.

Wenn die EZB durch diese Petition angehalten wird, ihre als Mindestreserve akzeptierten Wertpapiere einer Ethikprüfung zu unterziehen, könnte dies Folgewirkung für alle Geschäftsbanken europaweit haben. Alle Banken könnten dann angehalten werden, unethische Geschäfte zumindest bei ihren Wertpapieren zur Mindestreserve nachweisbar auszuschließen.

Unterstützer müssen sich

  1. zuerst auf der EU Webseite registrieren (auf https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/en/registration/register#registerFrm),
  2. Bestätigungsmail beantworten,
  3.  dann auf der Suchmaske  die Petition finden mit der Eingabe von “Bolsinger” – oder direkt den Link http://bit.ly/2z1vsVj klicken zweiter möglicher Link:  https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/en/petition/content/0429%252F2017/html/Petition-No-0429%252F2017-by-Harald-Bolsinger-%2528German%2529-on-the-compliance-of-the-European-Central-Bank-with-the-EU-Charter-of-Fundamental-Rights,
  4. dann unten rechts den “Support”-Button zur Unterstützung klicken.