Alle Beiträge von Gerhard Hofmann

“Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen”

Neuer Bericht an den Club of Rome

Einen schlichten Untertitel haben die beiden Autoren-Herausgeber Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman ihrem gewaltigen Buch gegeben – gewaltig, weil es praktisch alle Probleme dieser Welt und eine Unzahl von Lösungsvorschlägen zwischen zwei optimistisch-grüne Buchdeckel zwängt. Nichts weniger als “eine neue Aufklärung für eine volle Welt” verlangt und verspricht (?) der zweite Untertitel. Ex-Umweltminister, UNEP-Direktor und IASS-Gründer Klaus Töpfer ist denn auch voll des Lobes: „45 Jahre nach den Grenzen des Wachstums ein neuer Bericht vom Club of Rome, mutig und voller Optimismus! Man geht so weit, eine Neue Aufklärung vorzuschlagen, gerade richtig für das Anthropozän.“ weiterlesen

Nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland vorantreiben

Zehn Thesen des H4SF

H4SF - logoDer Steuerungskreis des Hub for Sustainable Finance (H4SF) hat in Berlin zehn Thesen für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft vorgestellt. Die Empfehlungen richten sich an die Finanzmarktakteure – und an die Politik.

Grundlage für das Papier sind der Interimsbericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission , die PRI Roadmap für Deutschland , das living document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung , das der Rat seit März fortschreibt, die Zielsetzung der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse  und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Finanzstabilitätsrates.

Als erste öffentliche Veranstaltung findet am 23. Oktober in Frankfurt ein „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ des Hub for Sustainable Finance im Hause der DVFA, Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, statt (Tagesordnung). Hier werden die zentralen Thesen (hier auch auf Englisch) des Hub for Sustainable Finance für eine nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland diskutiert.

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18. Forum Neue Energiewelt 2017

Leitkonferenz für die innovative Energiewirtschaft am 16. und 17. Nov 2017

Forum Neue Energiewelt - logoDeutschland hat sich große Ziele gesetzt: Sektorkopplung, Netzumbau, Ausbau der Erneuerbaren, Digitalisierung für die Energiewirtschaft. Rund 700 Teilnehmer diskutieren mit Experten, Insidern, CEO’s und Start-Ups über die brennenden Fragen der neuen Energiewelt. Hier netzwerken die Unternehmer aus den Bereichen Projektentwicklung, Finanzierung, Technik, Energieversorgung, Herstellung und tauschen sich über die neuesten Trends und Geschäftsmodelle aus. Wie können wir die neue Energiewelt mit Leben füllen? Was bedeuten Netzumbau, Blockchain und Digitalisierung für die Energiewirtschaft? Diese und weitere Fragen sollen gemeinsam beim Forum geklärt werden.

Die Energiewirtschaft hat jetzt eine realistische Chance, die Neue Energiewelt mitzugestalten. Die innovativsten Köpfe der Branche zeigen auf dem Forum, wo der Weg hin gehen kann. Blockchain, Sektorkopplung, Dezentralisierung, Smart Service Provider, Kostendruck, Qualität von Bestandsanlagen, Netzumbau, sind nur einige Schlagworte, die im Rahmen der Konferenz diskutiert werden.

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EZB soll unethische Geschäfte ausschließen

Petition bim EU-Parlament eingereicht

EZB logoIn den Zulassungskriterien für Wertpapiere und notenbankfähigen Sicherheiten für geldpolitische Geschäfte mit der EZB sind keine Beschränkungen ethischer Art explizit aufgeführt. Die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „Menschenrechte“ kommen in der entsprechenden Leitlinie rein gar nicht vor. Dies wurde zum Anlass genommen die von der EZB für Mindestreservezwecke akzeptierten Wertpapiere erstmals hinsichtlich ethischer Kontroversen zu untersuchen.

EU-Parlament Petitionen - logoDie Ergebnisse zeigen eine inakzeptable Regulierungslücke, da die Wertpapiere mit zahlreichen ethischen Kontroversen in Verbindung stehen können, welche der EU-Grundrechtscharta als Mindeststandard nicht gerecht werden. Der Autor der Studie Harald Bolsinger entschied sich, eine öffentliche Petition beim Europäischen Parlament einzureichen.

Die Petition steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Petitionsausschusses, die am

11.10.2017 in Brüssel stattfinden wird – die Petition steht für 16:35 Uhr auf der Tagesordnung. Die Aussprache kann unter http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/homeCom.do?language=DE&body=PETI  live verfolgt werden.

Wenn die EZB durch diese Petition angehalten wird, ihre als Mindestreserve akzeptierten Wertpapiere einer Ethikprüfung zu unterziehen, könnte dies Folgewirkung für alle Geschäftsbanken europaweit haben. Alle Banken könnten dann angehalten werden, unethische Geschäfte zumindest bei ihren Wertpapieren zur Mindestreserve nachweisbar auszuschließen.

Unterstützer müssen sich

  1. zuerst auf der EU Webseite registrieren (auf https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/en/registration/register#registerFrm),
  2. Bestätigungsmail beantworten,
  3.  dann auf der Suchmaske  die Petition finden mit der Eingabe von “Bolsinger” – oder direkt den Link http://bit.ly/2z1vsVj klicken zweiter möglicher Link:  https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/en/petition/content/0429%252F2017/html/Petition-No-0429%252F2017-by-Harald-Bolsinger-%2528German%2529-on-the-compliance-of-the-European-Central-Bank-with-the-EU-Charter-of-Fundamental-Rights,
  4. dann unten rechts den “Support”-Button zur Unterstützung klicken.

 

Mehr Nachhaltigkeit! 25 Jahre EÖR

Forschungsgruppe „Ethisch Ökologisches Rating“ (EÖR) der Goethe-Universität begeht 25-jähriges Bestehen mit Tagung in Bad Boll

Wie kann nachhaltiges Investment gestärkt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Forschungsgruppe „Ethisch Ökologisches Rating“ an der Goethe-Universität seit 25 Jahren. Zum Jubiläum wird die Frage vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen bei einer Fachtagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll diskutiert. Titel der Tagung: „Mehr Nachhaltigkeit!“. weiterlesen

Das Generationenmanifest 2017

Warnung vor Gefahren und Lösungsvorschläge

Mitten im Endspurt zum Bundestagswahlkampf veröffentlichen 45 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und öffentlichem Leben einen überparteilichen Appell an die nächste Bundesregierung. Das Generationenmanifest warnt vor den zehn größten Gefahren für kommende Generationen und zeigt Lösungen auf, wie Politik und Gesellschaft diesen begegnen können.

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Leitfaden Nachhaltige Kapitalanlage

Veröffentlicht für institutionelle Anleger vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

PRI logoAnlässlich der Jahreskonferenz der UN Principles for Responsible Investment (PRI) in Berlin hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 25.09.2017 einen neuen Leitfaden zur nachhaltigen Kapitalanlage für institutionelle Investoren vorgestellt. Er soll speziell kleine und mittelgroße institutionelle Investoren dabei unterstützen, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Kapitalanlage zu integrieren, um so von den Vorteilen einer nachhaltigen Kapitalanlage zu profitieren. weiterlesen

Drei-Säulen-Konzept gegen Ungleichheit und Armut

Neue Studie des IMK

Die soziale Schere zwischen Arm und Reich hat sich deutlich geöffnet. Was die Politik dagegen tun kann, zeigt eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. IMK-Direktor Prof. Dr. Gustav A. Horn entwickelt darin gemeinsam mit seinen Forscherkollegen Jan Behringer, Dr. Sebastian Gechert, Dr. Katja Rietzler und Dr. Ulrike Stein konkrete Vorschläge, mit denen sich die Ungleichheit hierzulande wirksam reduzieren lässt. weiterlesen

FNG-Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017

Die Positionen der deutschen Parteien zu Nachhaltigen Geldanlagen und einer nachhaltigen Finanzindustrie

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hat den im Bundestag vertretenen Parteien CDU und CSU, SPD, Die Linke und B90/Die Grünen sowie der FDP und der Alternative für Deutschland (AfD) im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September 2017 Fragen zu Nachhaltigen Geldanlagen und einer nachhaltigen Finanzindustrie gestellt. Dabei ging es um die Themenbereiche Allgemeine Nachhaltigkeit im Finanzmarkt, Qualität/Berichterstattung/Transparenz, Bewusstseinsbildung/Ausbildung, Nachhaltigkeit und Öffentliche Hand sowie nachhaltige Wirtschaft.

FNG-Wahlprüfsteine - TitelDie Antworten (alle befragten Parteien außer der AfD haben die Wahlprüfsteine beantwortet) hat das FNG, der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zum direkten Vergleich nebeneinander gestellt. Es liegen Antworten von CDU und CSU, der SPD, der FPD, der Linken sowie Bündnis 90/Die Grünen vor.

Parteien müssen sich aber auch an ihren Taten und Positionen der Vergangenheit messen lassen, weshalb das FNG die Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013 zum Vergleich anbietet.

->Quellen: